sid bee game
Schön, dass es so etwas noch gibt: aus dem Nichts, genauer aus Münster, tauchen drei Leute auf und legen eine gute erste Platte vor. „Nichts“ ist selbstverständlich kein Kommentar zur Rolle Münsters im kulturellen Leben unseres Landes, sondern vielmehr der Hinweis darauf, dass die drei Leute von Sid Bee Game mit keinerlei bekannter Vergangenheit aufwarten.
Dem Namen nach gehen sie als Exil-Holländer durch, die sich für ihren „Poison Beat“ auf ein angenehm minimalistisches Konzept verlassen: Gitarre und Schlagzeug.
Meistens wird an dem einen Instrument hektisch herumgefingert, auf das andere wild eingedroschen. Doch gibt es auch durchaus einige Momente der Besinnung, etwas wenn der dritte Mann Archaisches wie „Black Leather Jacket“ besingt. Gute Platte, wie gesagt.
Und noch eines: man kann der Band nicht vorwerden, das nächstbeste Motiv für das Cover verwendet zu haben. Von dort lacht einem nämlich ein gewisser Harry Caudill aus Toledo, Ohio entgegen.
Alf Burchardt

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